Ein Licht auf.

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Karina hat Öko-Ahnung. Karina ist tagesaktuell informiert über alles, was man gerade machen oder lassen soll. Sie kennt die neuesten Umweltskandale, weiß, wo die Raupe des Eichenprozessionsspinners zuletzt gesichtet wurde und welcher Supermarkt die besten Bio-Eier verkauft.  Wenn ich Karina auf dem Weg zur Arbeit in der S-Bahn treffe, steige ich meist erleuchtet wieder aus. Als ich sie gestern traf, fragte ich sie deshalb nach Energiesparlampen. Nicht, dass ich die nicht längst verwende, aber zufrieden? Bin ich damit nicht.

Ich frage Karina also nach Energiesparlampen, die ihre volle Leuchtkraft nicht erst nach 2 Stunden entwickeln, die man bedenkenlos ein- und ausschalten kann (ohne dass man auf diese Weise ihre Haltbarkeitsdauer signifikant verkürzt) und die möglichst bezahlbar sind (S-Bahn-Station Mittlerer Landweg).

Karina seufzt und setzt ihr „Ist das dein Käsebrötchen, das hier so stinkt?“-Gesicht auf. Dann erklärt sie mir, dass ich schon bereit sein müsse, etwas mehr zu bezahlen. Ich solle ja nicht denken, dass Energie sparen auch Geld sparen bedeutet. Im Gegenteil: Die Herstellung und Entsorgung von Kompaktstoffleuchten sei schwierig und gefährlich, das dürfe nicht zu Lasten der Umwelt geschehen. Und die Biester selbst seien ja auch nicht ohne. Hautkrebs durch die Strahlung, Augenreizungen durch Ausdünstungen, Elektrosmog. Vom dem Quecksilber ganz zu schweigen. Und da ist noch viel mehr Gift drin. Ob ich wisse, was zu tun ist, wenn eine solche Lampe zerbricht? Ich nicke eifrig. Nützt aber nichts. Karina will, dass ich aufhöre zu atmen, wenn so etwas passiert. (S-Bahn-Station Rothenburgsort)

Ich frage nach einer Alternative. Karina blickt mitleidig. Klimaschutz ist wichtig. Es gibt keine. Wenn deine Gesundheit Dir etwas wert ist, dann hol Dir eine Kompaktstoffleuchte hinter Glas, quasi eine Energiesparlampe in einer Glühbirne. Und im Falle des Falles ja nicht einfach in den Hausmüll werfen. (S-Bahn-Station Berliner Tor).

Du kannst doch abends auch ´mal eine Kerze anmachen. Klar kann ich das. Dazu ein Glas Rotwein… (Die S-Bahn rollt in den Hauptbahnhof ein.) Das müssen wir unbedingt ´mal machen! Dir einen schönen Tag. Dir auch!

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Blau reisen.

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Husch in den Flieger und ab in den Süden: Eine blaue Woche Antalya schimmert noch auf meiner Haut, und verliebt habe ich mich auch (in türkisches Eis).

Abgesehen vom Flug – für den ich bei Gelegenheit 3,02 Bäume pflanzen muss – war ich eine mustergültig brave Touristin: Habe beim Duschen Wasser gespart, die Handtücher durchgehend benutzt, Mineralwasser to go in einer wiederverwendbaren Plastikflasche abgefüllt und meinen Teller immer leer gegessen. Die Büffets waren ausschließlich aus regionalen Erzeugnissen zusammengestellt, die Bezugsnachweise für alle Lebensmittel hingen aus, und so weiß ich, dass sogar mein Black Angus-Steak vom letzten Donnerstag auf einem Hof nördlich von Manavgat aufgewachsen ist. Es wurde übrigens serviert zu einer überbackenen Thymian-Tomate und einem Klecks Kartoffelpüree an Rosmarinpesto. Und das war mein einziger Ausrutscher, denn ansonsten habe ich ausschließlich köstliche türkische Speisen genossen (deren Namen ich kaum aussprechen konnte geschwiege denn erinnere…) und gegrillten Fisch :-).

Nicht einmal ins Meer gepinkelt habe ich. Vielleicht können sich die Älteren unter Euch noch an die Fernsehserie „Das blaue Palais“ erinnern, an die Folge, als man den Probanden Unsterblichkeit versprach? Sie verloren ihre Unbefangenheit.

Um es kurz zu machen: Am letzten Abend sollte es am Strand eine Schaumparty geben. Und obwohl ich sicher kein Partygirl bin, habe ich barfuß im glitschigen Sandstrandschlamm zwischen weißkühlweichen Schaumbergen getanzt und vielleicht einen Pina Colada zuviel geschlürft. Vielleicht habe ich unterm Sternenhimmel „I can´t get no satisfaction“ mitgegrölt, bin vielleicht mit Klamotten im Meer schwimmen gewesen und habe vielleicht mit einer Horde Neunjähriger um Mitternacht eine Schaumballschlacht veranstaltet. Vielleicht habe ich sogar im Schutz der am Ufer geparkten Katamarane – ach, nicht so wichtig.

Es war ein toller Urlaub (Geschrieben mit noch immer roten Augen. Ich glaube nicht, dass die Seife biologisch abbaubar ist.).

A! nother! ward!

Die wunderbare Merle von  https://romikamasulzke.wordpress.com hat meinen Blog auserkoren für eine weitere Nominierung zum „Liebster Award“ und ich freue mich darüber, als wäre es das erste Mal. Danke herzlichst <3! Gerade in der Anfangszeit ist es sehr ermutigend, wenn man auf diese Weise Wertschätzung erfährt. Wie oft schon habe ich geschrieben und mich gefragt, ob das nicht reine Selbstbefriedigung ist. Wenn Besucher lesen, aber kein Sternchen hinterlassen – bedeutet das, es hat ihnen nicht gefallen?

Die folgenden „kleinen“ Blogs gefallen mir sehr, deshalb habe ich nun die Ehre, sie kurz vorzustellen und für den Liebster Award zu nominieren:

http://www.indernaehebleiben.de/?wref=bif, weil zu Hause kein Ort mit vier Wänden ist.

https://canela.wordpress.com/, weil ich ihre leisen Worte ganz laut in mir spüre.

https://rizzitelli.wordpress.com/, weil er so schön liebevoll ätzt.

Hier sind die Spielregeln des Awards:

  • Bedanke Dich bei der Bloggerin oder dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke deren Blog.
  • Zeige, dass Dein Artikel zum Blogstock “Liebster Award” gehört. Benutze dazu das Awardbild.
  • Beantworte 11 Fragen, die dir gestellt wurden und formuliere selbst 11 neue Fragen.
  • Nominiere bis zu 11 weitere, noch recht unbekannte Blogs und bitte sie, Deine Fragen zu beantworten. Informiere die Blogs über die Nominierung.

Meine Fragen für Euch, leicht verweht: Wie duftet der Sommer für Dich? Welche Farbe hat Deine Lieblingsblume? Und welche Dein Lieblingshimmel? Läufst Du gern barfuß? Wo? Welche Hamburger Persönlichkeit würdest Du gern einmal treffen? Und welche würdest Du gern zum Teufel schicken? Denkst Du an jemand Bestimmten, wenn Du bloggst? Welches Musikinstrument spielst Du bzw. würdest Du gern spielen können? Dein Sommerhit 2015? Ein Wunsch, der im Juli in Erfüllung gehen soll?

Vielen Dank für´s Mitmachen!

Janne