Frohes Neues wünsch‘ ich!


2017 glänzt! Aufi!

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Tee.TIP

Eine besonders liebe Kollegin hat mich Anfang dieses Monats mit Bergfrische überrascht. Und Abendtraum. Mit Wiesen- und Wonnekräutern, mit Waldbären und Beeren-Waldmeister. Nicht zu vergessen: süße Winterfrüchte und Küstenwind. Und natürlich einem Blütenkuss.

Die Schachtel mit den 24 Teebeutelchen jeden Morgen zu öffnen und eines zu wählen, das ist wie früher, wenn einem jemand eine Handvoll irgendetwas hinhielt und sagte: Du darfst Dir eines aussuchen. Und man dann in Sekundenschnelle scannen, sortieren und bewerten musste. Ehrlich: Wer bitte konnte sich jemals wirklich zwischen einem Kirschlutscher und einem Salmi-Lolli entscheiden!?  Oder zwischen einem goldenen und einem silbernen Zopfgummi? So startete ich also jeden Dezember-Arbeitstag mit einem seligen Lächeln und dem erwachsenen Wissen, das das alles meins ist. Und weil heute Wintersonnenwende und überübermorgen Weihnachten ist, weil sich der Januar ganz hervorragend für Heißes eignet und – für Sie getestet – weil man damit wirklich Freude bereiten kann: Verschenken Sie eine schöne Schachtel voller verschiedener Teesorten. Gibt es in bio, ohne Gentechnik, klimafreundlich produziert, ohne Aromazusätze und überhaupt.

Das ist doch mal’n Tip.

PS: Ja, das ist wirklich eine Wärmflasche da auf meinem Schreibtisch.

 

Exkurs: Januar Date.

Vor wenigen Wochen gab es eine Feier für die, die dazu beigetragen haben, ein ganz bestimmtes Hamburger Bauwerk FERTIG zu stellen. Ich war dort, atemlos, begeistert, und sprang von der Tube bis zur höchsten Loge wie ein Flummi durch’s Haus. Das ist nicht nur ein schickes Ding da am Elbufer mit grossartigen Ausblick, die Akustik im Großen Saal ist tatsächlich sensationell:  Der Klang jeder Stimme, jedes Instruments perlt im Raum wie Champagnerbläschen, kristallklar und von betörender Intensität. So habe ich noch nie gehört.

Da waren viele Männer auf der Macher-Party, wirklich viele Männer. Die eine oder der andere wissen es noch: Ich halte durchaus die Augen auf. Sie ahnen schon: Da war jemand für mich dabei. Und er sah mich auch, obwohl er stets von Leuten umringt war, wenn ich vorbeihüpfte. An. Und ich ihn auch: an. Ganz kurz. Immer nur einen Herzschlag lang. Und dann hurtig davon, denn eines habe ich gelernt: Das wird eh nix.

Als ich später mit Kolleginnen noch ein „Störtebeker“ trank, löste sich plötzlich ein Schatten vom Rand meines Sichtfelds, tauchte direkt vor mir auf und sagte: „Hi, ich bin Bob.“ (Er heißt natürlich nicht Bob.) Und ich sagte: „Hi, ich bin Jane.“ (Ich heiße natürlich auch nicht Jane.) und fiel in Ohnmacht. Also quasi. Denn im selben Moment wurde er erkannt und vorgestellt: Es war DER Bob. So wie der Baumeister. Und schon standen 20 Leute um uns herum und redeten auf ihn ein. Und ich ging mucksmäuschenstill in die Knie und trat den geordneten Rückzug an. Für jemand, der pro smalltalk-Minute ein Fettnäpfchen betritt, einen unpassenden Kraftausdruck verwendet oder ein Fremdwort verstottert, ist so ein Mann, so eine Situation ein Alptraum. Da steige ich lieber auf den Watzmann.

Heute 🙂 landete in meinem Postfach eine Einladung 🙂 zum Neujahrsempfang :-).

Soll ich da hinfahren?

(Mehr unter 12datesblog.wordpress.com.)

Schmelzende Herzen.

Die dritte Kerze brennt, die Klagen nehmen zu: Man sei doch noch gar nicht in Weihnachtsstimmung. Ich frage mich ja alle Jahre wieder, was für eine Stimmung es denn braucht, um zu genießen, dass man ausschlafen kann, richtig viel Gutes und ganz viel Süßes essen darf und Zeit mit den Liebsten verbringt (oder „Sissi“ und „Fackeln im Sturm“ im Fernsehen kuckt. Da muss man nicht soviel reden). Auch Glühwein schmeckt ohne Weihnachtsstimmung ganz vorzüglich.

Aber nein: „Der Schnee fehlt.“ (In Hamburg? Nicht im Ernst. Wir sind hier nicht in den Bergen, sondern maritim klimatisiert und stolz darauf. Wer will denn bitte ausgerechnet an den Feiertagen Verkehrschaos? Im Januar ist Schneematsch auch schön!) „Ach, und das Warenangebot auf den Weihnachtsmärkten – ist doch alles dasselbe. Die ganzen Weihnachtsfeiern nerven. Nordmanntannen sind schon wieder teurer. Oh je, ich habe noch gar nichts für Muddi. Was soll man bloß immer schenken?“

Bin ja nicht die erste und sicher nicht die letzte, die am Versuch scheitert, „Weihnachtsstimmung“ zu definieren. (Walt Disney dreht sich lächelnd im Grabe um.) Es hat sicher etwas mit Heimat zu tun und mit Traditionen. Mit Glaube, Liebe, Hoffnung. Mit Wünschen, die sich erfüllen. Die Welt mit Kinderaugen sehen? Ja, auch. Es ist wohl das Weihnachtsgefühl aus der Kindheit, nach dem wir uns sehnen: Geborgenheit, Licht und Wärme, das Warten auf das Wunder. Wenn sich das einstellt, dann fühlt sich das Herz an wie warmer Himbeerwackelpudding. Und wir fühlen uns einige Tage lang wie richtige Menschen.

Was für mich funktioniert: Rolf Zuckowskis „Dezemberträume“ hören, Sternchen für die Fenster aus Gold- und  Silberpapier basteln. Märchenstücke von Amateurtheatergruppen besuchen, Weihnachtslieder singen (Tipp: Hamburg singt, 18. Dezember um 16 und 18 Uhr in der Europapassage), tief in die stille Nacht hinausgehen und den Himmel ankucken. Sich fragen, welcher wohl der Weihnachtsstern war. Sich erinnern und die alte Geschichte wirken lassen: Dass uns jemand lieb hatte und gestorben ist. (Und das ist meist gar nicht so lange her…).

Weil’s so schön war: Nochmal!

Mit dem Backofen die Wohnung zu heizen, das ist wohl kaum ein ökolgisch korrektes Projekt. Aber effektiv! Ich betrachte es als persönliches Kaminfeuer mit Zusatznutzen, namentlich zur Produktion von Zimthörnchen a la Annalena und Johanna. Zum Rezept geht es hier lang https://heyfoodsister.wordpress.com/ , wünsche Ihnen einen schönen 3. Advent!

Tipps: Das mit dem Wickeln klappt nicht so gut – macht aber nix. Nicht an der Füllung und vor allem nicht am Zimt sparen. Gern etwas länger im Ofen lassen, denn: Was herausquillt, karamellisiert – köstlich!

Weil´s so schön ist: Weihnachtsbäckerei.

Ist der Backofen an, wird die Küche warm. Und das! ist das beste Argument für die Weihnachtsbäckerei überhaupt, noch vor lecker, selbstgemacht und schöner als die Polizei erlaubt. Und garantiert ohne Palmöl. Wir haben für unsere weihnachtlichen Heckenschweinchen, gut erkennbar an der red nose, natürlich nur Bioprodukte benutzt und die Butter gegen Margarine ausgetauscht. Aber experimentieren Sie gern selbst, hier ist das handschriftlich vom Töchterchen überlieferte Rezept:

150 g Mehl, 100 g Butter, 50 g Puderzucker, 1 Ei und 1/2 Päckchen Vanillezucker mit den Händen verkneten, dann eine Viertelstunde in Frischhaltefolie im Kühlschrank ruhen lassen. Backblech mit Backpapier auslegen, Backofen auf 170 Grad Celsius, kleine Kugeln mit Igelschnäuzchen formen und ungefähr 10 Minuten backen. Etwa 100 g Lieblingsschokolade im Wasserbad vorsichtig schmelzen, nicht zu heiß werden lassen. Wenn die Igel gut sind, kurz abkühlen lassen, an der Nase fassen und mit dem Rücken durch die Schoki ziehen, danach mit Kokosraspeln bestreuen. Die Äuglein haben wir mit geschmolzener dunkler Schokolade aufgepinselt, die Nase ist feinstes Himbeerpüree.