Fruchtgummitwist.

Ein Gummibärchen kommt mir nicht aus der Tüte. Es müssen mindestens ein Dutzend sein, alle auf einmal aus der Hand in den Mund. Die Roten mag ich am liebsten. Und erst, wenn sie schön glitschig und gequollen sind, dann werden sie aufgefressen.

Dass es aber ausgerechnet Gelatine sein muss. Gelatine!, gewonnen aus Haut, Sehnen und Knorpeln toter Tiere, die den Mampfbiss in Fruchtgummi so unglaublich befriedigend macht. Kann man ersetzen durch vegetarische Geliermittel, machen Haribo & Co. gerade, steht dann auch brettlbreit auf jeder Tüte, aber ach: Es ist nimmer dasselbe. Es beißt sich falsch an, irgendwie. Da wird sich das Schwein schon dran gewöhnen, pflegte einst die mecklenburgische Oma einer Freundin über unerwünschte Weltenänderungen zu sagen, und die hatte immer recht. Sogar mit dem Wetter.

Natürlich ist es eine widerliche Idee, Leichen auszukochen. Es ist jedoch zugleich das bessere Konzept, alles zu verwerten, wenn das Tier schon getötet wurde. Nun ist Fruchtgummi (im Gegensatz zu Schokolade) gewiss kein unverzichtbares Lebensmittel, aber trotzdem: Das Zeug zu kauen, bis die süße Masse nachgibt und sich in immer kleinere weiche aromatische Stückchen teilt, das ist so mjam.

Die Oma irrt. Aber das nützt ja nix.

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5 Gedanken zu „Fruchtgummitwist.

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