Winter – Rauszeit.

Weil es auch im Winter so wunderschön im Haus am Berg ist: Werbung ohne Worte.

https://www.raus-zeit.com/

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Brief an jemand, der das sowieso nicht liest.

Als Mädchen wollte ich Wellensittichzüchterin werden. Weil ich den Piepmätzen das Sprechen beibringen wollte. So richtig, nicht bloß nachplappern. Die kleinen Australier schienen mir Potenzial zu haben. Ein wenig forschen und fördern und dann voilá – budgietalk!. Und dann wollte ich Astrophysikerin werden. Weil ich wissen wollte, warum mir immer schwindelig wurde, wenn ich Sterne sah. Und warum sich dieses starke, unbestimmte Glücksgefühl einstellte. Staunen, Angst, Neugier, Ehrfurcht, die Unerreichbarkeit, die Unendlichkeit  – irgendetwas macht der Blick in den nächtlichen Sternenhimmel mit uns. Eine Ahnung von.

Das Schönste an den Tagen in den Bergen im September waren die Sternennächte. Bummelige tausend Meter höher als Hamburg – das ergibt einen atemberaubenden Unterschied. Sternenmeer – so hell! So nah! Die Milchstraße so dicht, als wär das nix, so mal eben statt Straßenbeleuchtung. Und dann diese eine Nacht, in der Schleierwolken oder Luftfeuchtigkeit oder ein Watzmann dafür sorgten, dass sich jeder Himmellichtpunkt wie in einer Milchglasscheibe über mir brach, glitzernd, schimmernd, funkelnd…

Heute war ich eine Viertelstunde lang unterwegs in Richtung Westhavelland. Die International Dark Sky Association hat diese Gegend als Sternenpark anerkannt – weil es dort dunkel ist. So dunkel, dass man bei Neumond und klarem Himmel mehr sternkucken kann als irgendwo sonst. Keine „Lichtverschmutzung“ (ja, hier ist der Blogbezug. Das bin ich Ihnen schuldig. Schreib ich später ´mal drüber.)  Heute hätte alles gepasst. Aber ich bin umgedreht, als mir klar wurde, dass ich keinen Sternenhimmel brauche, um mich seinem Geheimnis zu nähern. Wenn ich daran denke, wie ich Dich zum ersten Mal sah. Du öffnetest die Tür, ich ging auf Dich zu, legte die Hand dahin, wo Dein Herz schlug und fragte: „Bist Du echt?“ Deine Antwort war: „Du auch?“ und dann nahmen wir uns in die Arme.  So ist das mit den Sternen.